Kulinarische Notizen: Roadtrip durch den Westen der USA

Kein langer Blog-Bericht über unseren Roadtrip durch Kalifornien, aber ein paar kulinarische Notizen sind übrig geblieben!

Los geht es mit Air Berlin ab Düsseldorf nach San Francisco. Wir verzichten auf die „Airdnüsse“ und haben uns stattdessen neben XL-Sitzen auch noch für das „Sansibar Menü“ entschieden.

Airdnüsse

Airdnüsse

Wirklich lecker: einmal die vegetarische Portion mit indischem Süßkartoffel-Curry und einmal Geschnetzeltes mit Rösti und Möhren.

Dazu jeweils einen kleinen frischen Salat und Obst, bzw. eine Andeutung von Kuchen. Ach ja, und es liegt Butter auf dem Tablett. Deutsche Markenbutter. Dass ich das zum letzten Mal für die nächsten drei Wochen sehen würde, war mir da noch nicht bewusst. Alles in allem sehr gut, wenn auch leider aufpreispflichtig.

Kulturschock dann gleich nach Ankunft, 27h seitdem der Wecker in Deutschland geklingelt hat und jetzt noch in den erst besten Target, Abendessen mitgenommen und die Kuchenauslage fotografiert.

Kuchentresen im Supermarkt

Kuchentresen im Supermarkt

 

Am dritten Tag abends in Klamath Falls großen Appetit auf eine „richtige“ warme Mahlzeit. Da kam es uns äußerst entgegen von der sympatischen Vermieterin unseres Motels einen super Tipp fürs Dinner zu bekommen, das „Thai Orchid Cafe„, sehr leckeres Thai-Food.

Thai Orchid Cafe

Thai Orchid Cafe

Da es im Motel kein Frühstück gibt, geht es am nächsten Morgen gleich noch zur Frühstücks-Empfehlung, „Nibbley’s Cafe„. Deren Motto „When a Nibble just isn’t enough“ hätte mir vorher auffallen sollen, aber ich bestelle trotz Nachfrage (Three?! You mean .. two?) drei Pancakes mit Cranberries. Die Hälfte habe ich geschafft, die andere Hälfte kam im Doggy-Bag als Reiseproviant mit. Auch lecker war Toast (eigene Herstellung) mit Bratkartoffeln und pochierten Eiern. Als weiterer Reiseproviant wurden außerdem noch zwei Schnitten von der Theke bei der Kasse mitgenommen: Chocolate Mocha Cake und ein Lemon-Bar.

Abends in Arcata zeigte sich wie praktisch Tripadvisor & Co. heute sind. Spontan finden wir ein „lokales“ Burger-Diner das „Stars Hamburgers„, 5 Minuten mit dem Auto. Kein Fastfood-Ketten-Burger“, keine Touristen im Laden, sondern hauptsächlich Studenten von der großen Uni direkt auf der anderen Seite des Highways im Ort. Das probieren wir am nächsten Abend gleich nochmal und gehen in „Dutchy’s Pizza“ – selten eine so leckere Pizza gehabt. Tipp: The Hot Goat mit Ziegenkäse und scharfem Honig darüber.

Am nächsten Tag geht es morgens noch schnell zum „Wildberries Marketplace“ der uns schon am Abend zuvor aufgefallen war. Eigentlich ein Supermarkt, jedoch im Stil einer großen Markthalle mit einem hohen Anteil an lokalen und Bio-Produkten und viel leckerem Essen zum mitnehmen. Wir sind hauptsächlich wegen der bei Google empfohlenen Bäckerei da und nehmen zwei Sandwiches, Kekse und eine kleine Apple Pie mit.

Nächster Tag, abends in Monterey ein spontanes Hungergefühl – zum Glück finden wir einen „Whole Foods“ und 15 Minuten später gab es einen unheimlich leckeren Burger den man sich selbst zusammenstellen durfte. Hier konnten wir auch nicht am Kuchentresen vorbeigehen und nahmen Espresso- Schokoganache- Pumpkinpie- und Lemonpie-Törtchen mit, die es dann noch im Hotel mit Kaffee aus dem Glas (Luxus!) gab.

Nach einem grandiosen Sonnenuntergang am Yosemite-Glacier-Point hatten wir noch eine (ein)druck(s)volle Demonstration von „Chips-Tüte auf 3000m“. Abends noch Hunger gehabt, wir hatten schon alles durch außer „Jack In The Box„, also geht es dahin und dort gibt es den „Bacon & Swiss Buttery Jack“ ein böses Teil, sehr fettig und lecker. Der Wholefoods-Burger war trotzdem eindeutig besser.

Unsere Nationalpark-Rundreise ist jetzt beendet, und wir haben noch 3 Tage San Francisco. Der nette „Host“ im Motel empfiehlt unbedingt zu Ghirardelli zu gehen, ein Schokoladengeschäft direkt am Pier. Dazu gehört jedoch der ganze Ghirardelli -Square Komplex, eine größere Ansammlung von Geschäften mit Essen und Andenken. Nicht unbedingt unsers aber wir schauen trotzdem ins Ghirardelli-Schokoladengeschäft (angeblich alles „bean-to-bar Produktion) und nehmen eine Kugel Espresso-Eis in der (selbstgebackenen) Waffel für stolze 7$. Aus irgendwelchen Gründen befinden sich allerdings 3 Kugeln in der Waffel als wir das Geschäft verlassen und wir bekommen auch nach minutenlangem Rechnen mit dem Menü, unserem Bon und dem Kopf nicht heraus ob das nun Absicht oder Versehen war. Wie auch immer – das Eis ist super lecker!

Epresso-Eis von Ghirardelli

Für den Lunch am nächsten Tag bemühen wir diesmal nicht Tripadvisor & Co, sondern gehen ins „Brandy Ho’s“ ein chinesisches Restaurant, welches wir in unserem Reiseführer finden. Dort bekommen wir für wenig $$ ein sehr leckeres Mittagsmenü. Dazu gab es noch eine Extraportion Dumplings in süß-saurer Soße die ganz großartig waren!

Fried Dumplings

Fried Dumplings

Die Portion waren groß, deshalb schauen wir nur kurz ins bekannte Molinari Delicatessen ohne eins der verführerischen Sandwiches mitzunehmen.

Molinaris mit Schlange

Molinaris mit Schlange

...ein schönes altes Geschäft

…ein schönes altes Geschäft

Am nächsten Tag geht es zuerst in den „Ferry Building Marketplace“ ein ehemaliges Fährgebäude welches vor ein paar Jahren zu einer Markthalle umgebaut wurde. Lebensmittel des täglichen Bedarfs gibt es hier weniger, dafür kann man aber leckere Dinge essen und trinken. Wir entscheiden uns für einen Cappucino (der erste echte Kaffee seit Tagen) und einen „Cold Brew“ vom „Blue Bottle Coffee„. Der Cold Brew ist ganz hervorragend, wir müssen uns mit dem Thema „Cold Brew“ mal zu Hause beschäftigen. Dazu holen wir uns noch von gegenüber zwei leckere empanadas vom „El Porteno Empanadas“ (leider ohne Foto).

Abend-Anekdote: Ich sehe in einem beliebigen Supermarkt ein „Doc’s Draft Cider“, das natürlich gekauft werden musste ;).

Am letzten Tag fahren wir für den Tagesproviant erstmal zur „Liguria Bakery„, dort gibt es frische Focaccia. Früh da sein empfiehlt das Internet – wenn ausverkauft, dann ausverkauft! Eigentlich gibt es dort auch nur ein Produkt zu kaufen, aber das macht ja nichts wenn es sooo gut ist. Wir entscheiden uns für „Pizza“ und „Jalapenos and cheese“ (höllisch scharf), und bekommen ein Päckchen geschnürt.

Focaccia aus der Ligura Bakery

Focaccia aus der Ligura Bakery

Zum Abschluss müssen wir aber noch einen Laden besuchen den man vielleicht nicht unbedingt in San Francisco erwartet: Eine französische Patisserie. Das Geschäft heißt „b. patisserie„, der Inhaber kommt aus Frankreich. Wir zeigen auf zwei Törtchen die sich als ganz ausgezeichnet herausstellen und haben dazu nochmal sehr leckeren Kaffee. Achja, ich glaube ich war dann nochmal an der Theke und habe ein paar Teilchen fürs Hotel mitgenommen ;).

Rückflug: Mal abgesehen davon, dass der Air Berlin-Flug spontan gecancelt wurde und wir mit United nach Hause gekommen sind, gibt es hier keine besonderen Vorkommnisse mehr. Außer das Erdbeer-Sorbet zum Dinner, das war wirklich lecker! :)

DocSnyder

About DocSnyder

Codemonkey im wärmsten Zipfel der Republik, Musik- und Filmenthusiast, Törtchenliebhaber.

One Response to Kulinarische Notizen: Roadtrip durch den Westen der USA

  1. SuppenhanneSuppenhanne says:

    Yummy, yummy, yummy!

Schreibe einen Kommentar

Please be nice.