Plomeek-Suppe

Vulkanier kennt man als Gesellen mit spitzen Ohren, die beim Abschied die Hand heben, die Finger zu einem V spreizen und Sätze sagen wie „Live long and prosper“. Sie sind ein friedliebendes Volk, das sich der Wissenschaft verschrieben hat. Weil sie einen tiefen Respekt für das Leben, das Universum und den ganzen Rest hegen – der Leitsatz ihrer Philosophie lautet „Infinitive diversity in infinite combinations“ – leben sie streng vegetarisch. Nicht verwunderlich also, dass ausgerechnet ein Gemüseeintopf zu einer Art vulkanischem Nationalgericht avanciert ist. Laut Neelix, dem Schiffskoch des Raumschiffs Voyager, gibt es von Plomeek-Suppe unzählige Varianten. Seine Variante – auch wenn er in seinem „Star Trek-Kochbuch“ schwört, dass es sich um das Originalrezept handele, nach dem schon Schwester Chapel auf der U.S.S. Enterprise für Mr. Spock gekocht hat – besteht zufällig aus Zutaten, die hier auf der Erde zu bekommen sind. So können auch wir diesen Eintopf genießen, der sich vor allem für den Herbst gut eignet, wenn es auf den Wochenmärkten noch frische grüne Bohnen, Spinat und „kleine Kürbisse“ (auch bekannt als Zucchini), aber auch schon „große“ Kürbisse gibt. Erfreulich ist nebenbei außerdem, dass Plomeek-Suppe nach Neelix‘ Zubereitungsart nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan sowie laktose- und glutenfrei ist.

Plomeek-Suppe nach Neelix‘ Art (für 2 Personen)

  • 125 g getrocknete weiße Bohnenbohnen
  • 500 ml Wasser
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Öl
  • 1/2 EL Curry
  • Salz
  • Zucker
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200-250 g Kürbis (Neelix empfiehlt Kabocha)
  • 125 g grüne Bohnen (frisch oder TK)
  • 1 kleiner Zucchino
  • 125 g Spinat (frisch oder TK)
  • ca. 1/2 TL Muskat

Die weißen Bohnen im Wasser mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, einweichen lassen. Mit dem Einweichwasser und dem Lorbeerblatt in einen Topf geben und weichkochen (das kann, je nach Alter der Bohnen, schon mal eine Stunde dauern). Den Kürbis schälen und klein schneiden, die Bohnen putzen und waschen, den Spinat waschen und klein schneiden, den Zucchino ebenfalls waschen und fein hacken oder zerstampfen. Die Zwiebel schälen und würfeln, den Knoblauch schälen und entweder fein hacken oder durchpressen. Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten, dann das Currypulver hinzugeben und mehrmals umrühren. Die Kürbisstücke mit Salz und einer Prise Zucker hinzugeben und einige Minuten weiterdünsten. Den Knoblauch hinzufügen. Die Bohnen hineingeben und ebenfalls kurz mitdünsten, dann den Zucchino-Brei unterrühren. Die weißen Bohnen mit Kochwasser und Lorbeerblatt in den Suppentopf gießen. Eventuell noch etwas Wasser nachgießen, das Gemüse sollte vollständig bedeckt sein. Die Suppe so lange kochen, bis die Kürbisstücke weich sind. Nun das Lorbeerblatt entfernen, man findet es sonst nur sehr schwer wieder. Den Spinat hinzugeben und einige Minuten mitgaren lassen. Mit Muskat und Salz abschmecken.

Trotz des Spinats lässt sich das Gericht gut wieder aufgewärmt genießen, man kann also auch eine größere Menge zubereiten und für den nächsten oder übernächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.

suppe

(Fotos von NGO)

Suppenhanne

About Suppenhanne

Mittelalterliche Mischköstlerin mit einem Hang zum Hanswurstischen.

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