Unser täglich Brot

Wir kaufen nur noch selten Brot. Mittlerweile backen wir meistens selbst: Ich knete, die Hefe geht, der Ofen backt, der Mann futtert. Teamarbeit eben. Und weil es im Familien- und Kollegenkreis so gut angekommen ist, hier das Rezept unseres Lieblingsbrotes. Macht im Grunde nicht viel Arbeit, man muss sich nur etwas Zeit nehmen. (Wenn man das nicht tut, kann es schiefgehen. Es ist schon mal vorgekommen, dass das Brot außen brotig und innen flüssig war …)

Dinkel-Buchweizen-Vollkornbrot
(ergibt etwa 1 Pfund bzw. ca. 15 Scheiben)

  • 150 ml Milch
  • 1/2 Würfel (21 g) Frischhefe
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 350 g Dinkelvollkornmehl
  • 150 g Buchweizenvollkornmehl
  • 2 TL Salz
  • evtl. 1 EL Sonnenblumenkerne oder mehr
  • ca. 1 EL Weizen- oder Dinkelmehl
  • ca. 1 TL erhitzbares Öl

Die Vollkornmehle bekommt man in gut sortierten Supermärkten, man muss sie nicht unbedingt im Reformhaus kaufen. Dinkelvollkornmehl hat sogar der eine oder andere Discounter im Angebot.

Alle Zutaten sollten mindestens Zimmertemperatur haben. Ich erwärme die Milch noch etwas in einem kleinen Topf, bevor ich sie zum Mehl gebe, allerdings sollte sie keinesfalls zu heiß sein.
Zu Anfang wird ein Vorteig angesetzt. Meine Mutter meinte mutig, darauf könne man doch verzichten. Aber ich halte mich hier lieber ans Rezept. Für den Vorteig wird die Hefe in das lauwarme Wasser gebröckelt und mit dem Zucker sowie 1 EL von dem Dinkelvollkornmehl (das man am besten vorher schon mal abwiegt) gründlich verrührt. Dann lässt man die Mischung mit einem Tuch bedeckt mindestens 15 Minuten an einem warmen Ort gehen. Das Dinkelvollkornmehl mischt man mit dem Buchweizenvollkornmehl, dem Salz und (je nach Geschmack) mit Sonnenblumenkernen. Wenn der Vorteig „Schaum“ gebildet hat, gießt man ihn in die Schüssel mit der Mehlmischung und gibt auch die Milch dazu. Das Ganze verknetet man dann mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen, bis sich ein gleichmäßiger Teigklumpen gebildet hat, der sich leicht von der Schüssel ablösen lässt.

 

Den Teig formt man zu einer Kugel und bestäubt ihn mit etwas Mehl. Dann lässt man ihn in der Schüssel wieder zugedeckt so lange gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (mindestens 40 Minuten). Anschließend knetet man den Teig noch einmal von Hand durch und verteilt ihn dann gleißmäßig in einer eingeölten Kastenform. Nun muss der Teig noch einmal mindestens 40 Minuten zugedeckt gehen. Wenn er sich wieder sichtbar vergrößert hat, schiebt man die Form auf einem Rost auf der untersten Einschubleiste in den kalten Backofen. Jetzt erst den Ofen einschalten (E-Herd: 200°C, Umluft: 170°C, Gasherd: Stufe 3) und das Brot 35-40 Minuten backen.

Nach der Backzeit das Brot 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann herauslösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Na gut, man kann sich auch gleich von dem warmen Brot eine Scheibe abschneiden und es pur oder mit etwas Butter verschmausen …

P.S.: Wer das Brot etwas fluffiger mag, kann die Gewichtsanteile des Mehls zugunsten des Dinkelvollkornmehls verändern, also z.B. 400 g Dinkel- und nur 100 g Buchweizenvollkornmehl verwenden.

(Fotos von NGO)

Suppenhanne

About Suppenhanne

Mittelalterliche Mischköstlerin mit einem Hang zum Hanswurstischen.

5 Responses to Unser täglich Brot

  1. Backfee says:

    Hallo Suppenhanne, zählt die Backzeit schon vom Einschieben des Brotes in den kalten Backofen oder erst von dem Zeitpunkt, wenn die Backtemperatur erreicht ist?

    • SuppenhanneSuppenhanne says:

      Hallo Backfee, die 35-40 min Backzeit fangen schon beim Einschieben des Brotes in den kalten Backofen an. :-)

      • Backfee says:

        Hallo Suppenhanne, danke für Deine Antwort, ich werde das Brot auf alle Fälle demnächst nachbacken. :-)
        Noch eine Frage: Wieviel Milch gibst Du dazu? Vielen Dank im Voraus!

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