Vegetarischer und glutenfreier Sonntagsburger

Seit meiner Zöliakie-Diagnose im April 2013 ist Burgeressen auswärts für mich als Vegetarierin eher nicht mehr drin. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich auf schmackhafte Burger verzichten muss. Die Lösung? Ich bereite alle paar Monate eine grosse Charge Kidneybohnenpatties (das auch für nicht-VegetarierInnen und Nicht-Zöliaken interessante und schmackhafte Rezept findet Ihr auf meinem Blog) vor. Wir vertilgen ca. vier davon auf der Stelle, der Rest wandert liebevoll in Backpapier verpackt und im Dutzend in Gefrierbeutel eingeschlossen ins Gefrierfach. Eindeutiger Vorteil: so gibt es auch an einem unspektulären und grauen Sonntagnachmittag spontan Burger.

01 Foodgasm klAm liebsten esse ich die Kidneybohnenpatties mit glutenfreien Burgerbrötchen von  Nutrifree, die ich im Glutyfreeshop (in der Nähe des Köln/Bonner Flughafen oder online) kaufe. Die Brötchenhälften bestreiche ich mit ein wenig Butter und toaste die Innenseiten mangels Toaster in der Pfanne. Im Anschluss wird die untere Brötchenhälfte mit einer grosszügigen Menge Dijonsenf und die Obere mit einer guten Portion Ketchup beschmiert. Auf den Dijonsenf lege ich dann den heissen Kidneybohnenpatty, der Ketchup wird um ein paar Gewürzgurkenscheiben bereichert. Heute habe auf den Kidneybohnenpatty noch ein paar in Butter und Petersilie angebratene Pilzscheiben gehäuft, auf denen ich vorher Mozzarella und Parmesan geschmolzen hatte.  Auf den Patty legte ich noch Salatblätter und Tomatenscheiben (klar!), fertig war ein vegetarisches und glutenfreies Festmahl, der einem spiessigen, gutbürgerlichen Sonntagsbraten Paroli hätte bieten können. Auch das Essen des Burgers gestaltete sich alles andere als gutbürgerlich und spiessig: der Burger war sehr beladen und der Anblick meiner einer beim Essen war wohl eher schön für Messies. Die Bourgeosie hätte mit den Augen gerollt und diese im Anschluss fest verschlossen gehalten. Elegant geht anders. Aber um Eleganz geht es selten beim Burger essen. Runtergespült habe ich den Burger mit meiner derzeitigen Lieblingslimonade: Kisch-Holunder von Fritz aus Hamburg. Die ist sogar vegan!

Fazit: Die Pilze waren noch frisch, wären es aber nicht mehr lange geblieben und mussten daher weg. Ich werde mit Sicherheit noch öfter Burger um diese unglaublich saftige Komponente bereichern. Sehr lecker! Zum Glück habe ich noch einige Kidneybohnenburgerpatties im Gefrierschrank und graue, träge Tage gibt’s im deutschen Winter genug. Es kann also bald mal wieder spontan Burger geben.

Mari

About Mari

Salut! Ich bin Mari und wohne nebst Mann und Vogel in Köln. Ich blogge bei Foodgasm über meine Erfahrungen im vegetarischen, glutenfreien Alltag. Ihr findet mich auch auf meinem eigenen, englischsprachigen Blog Gourmari - Vegetarian & Gluten-free. Dort veröffentliche ich viele praktische Tipps zum Leben mit Zöliakie und (z.T. auch vegane) Rezepte, die ich in meiner (leider) winzigen Küche kreiere.

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